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FAHRRADERGONOMIE

Eine Hauptregel lautet: Je größer der Radfahrer, desto größer ist das Fahrrad. Unabhängig vom Fahrrad soll die Positionierung des Fahrers einen effizienten Vortrieb und ein einfaches Steuern des Rades ermöglichen. Entscheidend dafür ist die richtige Größe des Rades, welche sich über die Rahmenhöhe und Länge bestimmt. Bei Rahmen (s. Abb. 1) mit abfallenden Oberrohr, sollte die virtuelle Rahmenlänge (E´) die Fahrradgröße bestimmen. Aus untenstehender Tabelle wird ersichtlich, welche Rahmengröße zur individuellen Körpergröße passt.

Abb. 1: Die Rahmenlänge

Sitzposition/ Sitzhöhe

Die Sitzhöhe ist das wichtigste Maß für ein effizientes Pedalieren und komfortables Sitzen. Es gibt zwei Möglichkeiten, die richtige Sitzhöhe einzustellen. Die einfachere Methode auch "Fersenmethode" genannt funktioniert so, dass der Fahrer auf dem Rad sitzend die Ferse auf das Pedal in der tiefsten Position stellt und das Bein dabei durchgestreckt ist. Die Tretkurbel ist dabei in Verlängerung des Sattelrohrs zu halten. Die Sattelhöhe ist dann richtig eingestellt, wenn das Knie beim Treten immer eine leichte Beugung hat.

Abb. 2: Die Fersenmethode

Nachsitz

Nachdem die Sitzhöhe eingestellt wurde, kann der sogenannte Nachsitz eingestellt werden (s. Abb. 3).

 

Abb. 3: Der Nachsitz ist der Abstand des Lots der Sattelspitze zu der Senkrechten der Tretlagerachse.

In den meisten Fällen sollte die Sattelspitze etwas hinter der Senkrechten der Tretlagerachse liegen. Ein Standardmaß dafür sind etwa fünf Zentimeter. Dabei gilt, dass je größer eine Person ist, desto weiter sollte der Sattel nach hinten gestellt werden (bis zu 10 cm). Je kleiner der Fahrer desto weiter nach vorne (bis null cm) kommt der Sattel.

Die Knielot Methode

Die beste Methode, die individuell geeignetste Position zu bestimmen, ist die Knielotmethode. Dazu sitzt der Fahrer auf dem Rad in Fahrstellung. Die Kurbeln sind waagertecht ausgerichtet. ein von der Kniescheibe gefälltes Lot sollte durch die Pedalachse gehen (s. Abb 4). Am einfachsten ist es diese Einstellungen mit einem Fachhändler durchzuführen.

Abb. 4: Die Knielotmethode

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